Der Pfifferdaj, "Tag der Pfeifer", ist eines der ältesten und farbenfrohsten traditionellen Feste des Elsass....
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Der Hagenauer Forst erstreckt sich über fast 13.000 Hektar zwischen der Stadt Haguenau und der deutschen Grenze und macht ihn zum größten Flachwaldgebiet Westeuropas. Diese beachtliche Fläche, vergleichbar mit mehr als 18.000 Fußballfeldern, zeugt von einer außergewöhnlichen Erhaltung gegenüber der Urbanisierung und intensiven Landwirtschaft, die die meisten anderen großen Wälder des Kontinents geschmälert haben.
Der Hagenauer Forst ist heute als Staatswald klassifiziert, vom Office National des Forêts verwaltet, und genießt mehrere Stufen des Umweltschutzes, darunter Natura-2000-Zonen, die seinen außergewöhnlichen ökologischen Reichtum bezeugen.
Die Geschichte des Hagenauer Forsts reicht weit zurück. Spuren keltischer und gallo-römischer Besiedlung wurden im Wald gefunden. Aber unter den merowingischen und karolingischen Königen, ab dem 7. Jahrhundert, erlangte der Wald besondere Bedeutung als königliches Jagdgebiet, geschätzt für seinen Wildreichtum.
Im Mittelalter wurde der Hagenauer Forst persönliches Eigentum der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Friedrich Barbarossa, der im 12. Jahrhundert eine Kaiserpfalz in Haguenau errichten ließ, schätzte diesen Wald besonders für seine Jagdausflüge.
Im Herzen des Waldes erhebt sich eine der faszinierendsten Stätten des elsässischen Erbes: der Feenstein, ein mehrere Jahrtausende alter neolithischer Megalith. Dieser Dolmen, eines der wenigen erhaltenen megalithischen Relikte im Elsass, zeugt von einer menschlichen Besiedlung der Region weit vor den Kelten und Römern.
Wie oft bei Megalithen hat der Feenstein eine ganze Reihe volkstümlicher Legenden hervorgebracht. Laut der im 19. Jahrhundert gesammelten mündlichen Überlieferung versammelten sich Feen in Vollmondnächten um den Stein um zu tanzen und Zaubersprüche zu weben.
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Der Hagenauer Forst beherbergt eine bemerkenswerte Biodiversität, direkte Folge seiner immensen Fläche und der Vielfalt seiner Lebensräume. Das Massiv vereint Eichenwälder, Buchenwälder, Kiefernwälder und Feuchtgebiete und schafft ein Mosaik von Ökosystemen.
Bei der Fauna beherbergt der Wald eine bedeutende Population von Hirschen, Rehen und Wildschweinen, aber auch diskretere Arten wie die Wildkatze. Mehrere seltene Fledermausarten nisten ebenfalls dort. Der Storch, unverzichtbares Wahrzeichen des Elsass, besucht auch die Waldränder und Lichtungen des Hagenauer Forsts.
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Der botanische Reichtum des Hagenauer Forsts macht ihn zu einem bemerkenswerten Imkerterroir. Mehrere lokale Imker stellen dort ihre Bienenstöcke auf um von der floralen Vielfalt des Unterholzes zu profitieren - Heidekraut, Kastanienbäume, Linden - die Honige mit vielfältigen und komplexen aromatischen Profilen hervorbringen. Der Waldhonig, dunkler und kräftiger als klassische Blütenhonige, ist besonders bei Liebhabern authentischer regionaler Produkte gefragt.
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