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Auf Elsässisch bedeutet Mannele schlicht "kleines Männchen". Dieses Hefegebäck in Menschenform - zwei ausgestreckte Arme, zwei Beine und ein runder Kopf - ist eine der sehnlichst erwarteten kulinarischen Traditionen des elsässischen Advents. Jedes Jahr bereiten die elsässischen Bäckereien ab dem Abend des 5. Dezember ihre Mannele-Chargen vor, um sie am nächsten Morgen, am Nikolaustag, an Kinder zu verteilen. Manche sind schlicht, andere mit Rosinen für Augen und Knöpfe verziert, andere mit Schokolade überzogen oder mit Schokostückchen gefüllt. Aber in all seinen Versionen bleibt das Mannele dasselbe: ein weiches, goldenes und leicht vanilleduftiges Hefegebäck, das man zum Frühstück oder zur Jause mit einer großen Tasse heißer Schokolade genießt.
Die Ursprünge des Mannele verlieren sich in der mittelalterlichen Geschichte des Elsass. Einige Historiker verbinden es mit der Tradition der figürlichen Lebkuchen, die seit dem Mittelalter in den rheinischen Städten existierten. Andere sehen in seiner Menschenform eine Verbindung zu den alten Darstellungen des heiligen Nikolaus selbst oder zu den drei Kindern der Legende, die er auferweckte. Was sicher ist: Die Mannele-Tradition ist im Elsass seit mindestens dem 18. Jahrhundert belegt und hat alle Wechselfälle der Regionalgeschichte überstanden, ohne je zu verschwinden. Heute ist das Mannele ein starkes Identitätsmerkmal der elsässischen Kultur, das Familien jedes Jahr mit Stolz pflegen.
Hefe in lauwarmer Milch auflösen und 10 Minuten ruhen lassen bis Schaum entsteht. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Eine Mulde eindrücken und die geschlagenen Eier, geschmolzene Butter und das Milch-Hefe-Gemisch hineingeben. 10 Minuten kräftig kneten bis ein weicher, glatter und leicht klebriger Teig entsteht. Mit einem sauberen Tuch abdecken und 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.
Den Teig entgasen und in 8 gleiche Portionen von je ca. 100 g aufteilen. Für jedes Mannele zwei Drittel der Portion für den Körper zu einem leicht abgeflachten Wulst formen. Aus dem restlichen Drittel den Kopf als Kugel, die Arme als zwei kleine Würste und die Beine als zwei längere Würste formen. Die Teile vorsichtig zusammensetzen und leicht andrücken um sie zu verbinden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Rosinen für Augen und Knöpfe eindrücken. Noch 30 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Mannele vorsichtig mit Eigelb, das mit einem Esslöffel Milch verdünnt wurde, für eine schöne gleichmäßige Goldfarbe bestreichen. 15 bis 18 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind. Die Garzeit überwachen, da die kleinen Teile schnell Farbe annehmen. Vor dem Verzehr auf einem Gitter abkühlen lassen.
Einige Tipps für weiche und gut geformte Mannele:
Das Grundrezept lässt sich vielfältig abwandeln:
Das Mannele schmeckt am besten am selben Tag, noch leicht warm wenn möglich. Zum Verschenken wird es traditionell in eine hübsche dekorierte Schachtel gelegt oder in Seidenpapier eingewickelt. In elsässischen Familien wird es oft von einer Orange, einigen Walnüssen und einem kleinen Schokoladenstück begleitet - eine Erinnerung an die Geschenke, die der Nikolaus früher in die Schuhe der braven Kinder legte. Eine schöne Weihnachtsschachtel verwandelt diese kleinen Männchen in ein ebenso wertvolles wie köstliches Geschenk.
Runde Metalldose 17 cm Dekor Weihnachtszauber im Elsass
Runde Metalldose 18,5 cm Dekor Elsässer Storch
Metall Dekor Mannele Lebkuchen Box
Über das Rezept hinaus ist das Mannele ein Familienritual. In vielen elsässischen Familien werden die Mannele gemeinsam am Abend des 5. Dezember zubereitet - die Kinder formen ihre eigenen Männchen, dekorieren sie nach Belieben und schieben sie ungeduldig in den Ofen. Am nächsten Morgen finden sie sie goldbraun und duftend auf dem Frühstückstisch. Dieser gemeinsame Moment des Backens ist oft ebenso wertvoll wie das Essen selbst - eine Art Tradition von Generation zu Generation weiterzugeben, die Hände im Teig.
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