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Münstertaler Fleischpastete - Das Traditionelle Elsässische Rezept

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Am Fuße des Hohneck, im Münstertal, ist die Fleischpastete ein Gericht zum Feiern und Teilen. Unter einem Deckel aus goldbraunem Blätterteig verbirgt sich eine Füllung aus Schweine- und Kalbfleisch, in Weißwein mariniert und mit Schalotten, Kräutern und Muskat gewürzt. Warm mit grünem Salat serviert, gehört sie zu den großen Klassikern der elsässischen Bergküche.

Eine Spezialität des Tals

Das Münstertal ist vor allem für seinen Käse bekannt, doch die Pastete ist dort genauso typisch. Anders als der Name vermuten lässt, enthält das traditionelle Rezept keinen Munster: Es ist eine Fleischpastete, Erbin der Pasteten im Teigmantel, die man für besondere Anlässe zubereitete. Man findet sie in den Ferme-Auberges und auf den Familientischen, vor allem bei Festessen und Familientreffen.

Das Geheimnis: eine marinierte Füllung

Den Unterschied macht die Marinade. Am Vortag ruht das Hackfleisch mit Weißwein, Zwiebeln, Schalotten und Kräutern. Die Füllung nimmt all diese Aromen auf und bleibt beim Backen saftig. Das in Milch eingeweichte Brot sorgt für Leichtigkeit und Halt.

Das Rezept für die Münstertaler Fleischpastete

Zutaten für 6 Personen

  • 2 Blätterteige mit Butter
  • 400 g gehackter Schweinenacken
  • 300 g gehacktes Kalbfleisch (oder Rind)
  • 15 cl Elsässer Weißwein (Riesling oder Sylvaner)
  • 1 Zwiebel und 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 100 g altbackenes Brot
  • 10 cl Milch
  • 2 Eier, dazu 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Salz, Pfeffer, Muskat und 1 Prise Vier-Gewürze-Mischung

Zubereitung

  1. Am Vortag Zwiebel, Schalotten, Knoblauch und Petersilie fein hacken. Mit dem Fleisch und dem Weißwein vermengen, abdecken und über Nacht im Kühlschrank marinieren.
  2. Am nächsten Tag das Brot in lauwarmer Milch einweichen und gut ausdrücken.
  3. Brot und die 2 Eier zur Füllung geben. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und der Gewürzmischung würzen und sorgfältig vermengen.
  4. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Eine Pastetenform mit dem ersten Teig auslegen und ihn über den Rand hängen lassen.
  5. Die Füllung verteilen und glattstreichen. Mit dem zweiten Teig bedecken, die Ränder andrücken und in der Mitte ein kleines Loch als Kamin einschneiden.
  6. Mit Eigelb bestreichen und mit der Messerspitze Muster einritzen.
  7. 15 Minuten bei 200 °C backen, dann auf 180 °C reduzieren und weitere 45 Minuten backen. Mit Alufolie abdecken, falls der Teig zu schnell bräunt.

Unsere Tipps

Die Pastete vor dem Anschneiden etwa zehn Minuten ruhen lassen, dann hält die Füllung besser. Sie lässt sich gut am Vortag zubereiten und im mäßig heißen Ofen aufwärmen. Kalt eignet sie sich hervorragend für ein Picknick oder ein Buffet.

Wie serviert man die Pastete?

Warm in großzügigen Stücken servieren, mit einem gut angemachten grünen Salat. Beim Wein passt ein leichter, fruchtiger Elsässer Pinot Noir perfekt zum Fleisch. Wer Weißwein bevorzugt, bleibt beim Riesling der Marinade. Weitere Anregungen finden Sie in unserem Leitfaden zu elsässischen Speise- und Weinkombinationen.

 

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