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Christstollen - Das Adventsgebäck mit Kandierten Früchten

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Neben Bredele und Beerawecka gehört der Christstollen zu den unverzichtbaren Leckereien der Adventszeit am Oberrhein. Dieses dichte, butterreiche Gebäck mit kandierten Früchten und Mandeln erkennt man sofort an seiner länglichen Form und seinem dicken Mantel aus Puderzucker.

Herkunft und Symbolik des Christstollens

Der Stollen ist eine sehr alte germanische Tradition, deren berühmteste Variante der Dresdner Stollen ist, bereits im 15. Jahrhundert belegt. Seine Form ist kein Zufall: Das gefaltete, weiß bedeckte Brot erinnert an das in Windeln gewickelte Christkind. Daher der Name Christstollen.

Dank seines rheinischen Erbes hat das Elsass dieses Gebäck schon vor langer Zeit übernommen. Man findet es während der gesamten Adventszeit in Bäckereien und auf den Familientischen, oft zum Nachmittagskaffee oder Tee serviert.

Ein Gebäck, das im Voraus zubereitet wird

Wie der Beerawecka gewinnt auch der Christstollen durch Warten. Nach dem Backen sorgfältig eingewickelt, ruht er mindestens eine Woche: Die Aromen von Früchten, Rum und Butter verbinden sich, und die Krume wird zarter. Deshalb wird er traditionell schon Ende November gebacken, um ihn die ganze Adventszeit hindurch zu genießen.

Das Rezept für Christstollen

Zutaten für 1 großen Stollen

Für den Vorteig:

  • 20 g frische Hefe
  • 10 cl lauwarme Milch
  • 50 g Mehl

Für den Teig:

  • 400 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 200 g weiche Butter
  • Abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1/2 Teelöffel Zimt, 1 Prise Kardamom, 1 Prise Muskat

Für die Füllung:

  • 200 g Rosinen
  • 4 cl Rum
  • 100 g kandierte Orangen- und Zitronenschale
  • 80 g gehackte Mandeln
  • 200 g Marzipan (nach Belieben)

Zum Fertigstellen: 80 g geschmolzene Butter und reichlich Puderzucker.

Zubereitung

  1. Am Vortag die Rosinen in Rum einweichen.
  2. Den Vorteig zubereiten: Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, 50 g Mehl hinzufügen, verrühren und 20 Minuten ruhen lassen.
  3. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Salz, Gewürze und Zitronenschale mischen. Vorteig, Ei und weiche Butter hinzufügen und 10 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 1 Stunde 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Die abgetropften Rosinen, kandierten Schalen und Mandeln vorsichtig unterkneten, ohne den Teig zu stark zu bearbeiten.
  5. Den Teig mit dem Nudelholz zu einem etwa 2 cm dicken Oval ausrollen. Bei Verwendung von Marzipan dieses zu einer Rolle formen und in die Mitte legen.
  6. Den Teig der Länge nach einschlagen und dabei den Rand leicht versetzt lassen: Diese Falte verleiht dem Stollen seine typische Form. Auf einem mit Backpapier belegten Blech 45 Minuten gehen lassen.
  7. Bei 170 °C 50 bis 60 Minuten backen. Gegen Ende mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche zu schnell bräunt.
  8. Den noch warmen Stollen direkt nach dem Backen mehrmals mit geschmolzener Butter bestreichen und großzügig mit Puderzucker bestreuen. Nach dem Abkühlen wiederholen.

Aufbewahrung

Den Stollen in Backpapier und dann in ein Geschirrtuch wickeln und kühl und trocken lagern. Mindestens eine Woche warten, bevor man ihn anschneidet. So hält er sich drei bis vier Wochen. Vor dem Servieren gibt ihm eine frische Schicht Puderzucker seinen vollen Glanz zurück.

Wie serviert man Christstollen?

In etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, am besten von der Mitte aus, wenn er länger halten soll: Anschließend die beiden Hälften einfach wieder zusammenschieben. Er passt perfekt zu einem aromatischen Tee oder zum Nachmittagskaffee. Zu den Feiertagen serviert man ihn mit einem Glas Crémant d'Alsace oder mit einem Gewurztraminer Vendanges Tardives, dessen würzige und kandierte Noten zu denen des Stollens passen.

Die festliche Tafel

Auf einem Tablett neben Bredele und Beerawecka angerichtet, vervollständigt der Christstollen ein typisch oberrheinisches Sortiment an Leckereien. Schon wenige elsässische Dekorationselemente genügen für eine gemütliche Adventstafel, ideal, um Familie und Freunde zu einem weihnachtlichen Kaffee einzuladen.

 

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