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Linzertorte - Die Marmeladentorte für die Festtage

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Mit ihrem nach Zimt duftenden Teig, ihrem Herz aus roter Marmelade und ihrem goldenen Gitter hat die Linzertorte alles von einem Festtagskuchen. Im gesamten Rhein- und Alpenraum verbreitet, hat sie ihren natürlichen Platz auf den elsässischen Adventstafeln, neben Bredele, Beerawecka und Christstollen.

Eines der ältesten Kuchenrezepte

Die Linzertorte verdankt ihren Namen der Stadt Linz in Österreich. Ein Rezept dieser Art findet sich in einer Handschrift aus dem 17. Jahrhundert, was sie zu einem der ältesten bekannten Kuchenrezepte Europas macht. Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sie sich in Bayern, Baden, der Schweiz und im Elsass, wo jede Familie nach und nach ihre eigene Variante entwickelte.

Die Linzertorte im Elsass

Im Elsass wird sie gerne zu Weihnachten und zum Jahresende gebacken. Himbeermarmelade ist die verbreitetste Füllung, doch auch Johannisbeere oder schwarze Kirsche haben ihre Anhänger. Ihr mandel- oder haselnussreicher Teig und ihre milden Gewürze machen sie zu einem Dessert, das perfekt zur Adventsstimmung passt. Wie viele Weihnachtsgebäcke gewinnt sie, wenn sie am Vortag gebacken wird: Die Marmelade durchzieht den Teig und die Aromen entfalten sich.

Das Rezept für Linzertorte

Zutaten für eine Torte von 24 cm

  • 200 g Mehl
  • 150 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 150 g Zucker
  • 200 g kalte Butter in Würfeln
  • 1 ganzes Ei und 1 Eigelb
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • Abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 350 g Himbeermarmelade
  • 1 Eigelb und etwas Milch zum Bestreichen
  • Einige Mandelblättchen und Puderzucker zum Fertigstellen

Zubereitung

  1. In einer Schüssel Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Gewürze, Zitronenschale und Salz mischen. Die kalte Butter hinzufügen und mit den Fingerspitzen zu Streuseln verreiben.
  2. Ei und Eigelb unterarbeiten und den Teig rasch zu einer Kugel formen, ohne ihn zu kneten. In Folie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Form von 24 cm einfetten.
  4. Zwei Drittel des Teigs etwa 5 mm dick ausrollen und die Form damit auslegen, dabei einen kleinen Rand hochziehen. Der Teig ist brüchig: Wenn er reißt, einfach direkt in die Form drücken.
  5. Die Marmelade gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
  6. Den restlichen Teig ausrollen und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Als Gitter auf die Marmelade legen und am Rand andrücken.
  7. Das Gitter mit Eigelb und etwas Milch bestreichen und den Rand mit Mandelblättchen bestreuen.
  8. 35 bis 40 Minuten backen, bis der Teig schön goldbraun ist. Vollständig abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und den Rand mit Puderzucker bestäuben.

Aufbewahrung

Mit einem Geschirrtuch abgedeckt oder in einer luftdichten Dose hält sich die Linzertorte eine Woche bei Raumtemperatur. Am nächsten oder übernächsten Tag schmeckt sie sogar noch besser, wenn die Marmelade den Teig leicht durchzogen hat.

Wie serviert man sie?

Servieren Sie großzügige Stücke zum Nachmittagstee oder als Dessert nach einem Festessen. Ein Gewurztraminer Vendanges Tardives passt sehr gut zu ihren Noten von Gewürzen und roten Früchten. Etwas origineller harmoniert ein leicht gekühlter elsässischer Pinot Noir wunderbar mit der Himbeere.

Ein Ehrenplatz auf der Weihnachtstafel

Auf einem Tablett zwischen Bredele und Lebkuchen angerichtet, bringt die Linzertorte Farbe auf das Adventsbuffet. Schon wenige weihnachtliche Dekorationselemente genügen für eine einladende Tafel, um dieses Dessert mit Familie und Freunden zu teilen.

 

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