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Der Munster - oder Munster-Géromé - ist der elsässische Käse schlechthin. Seit dem Mittelalter im Munstertal und auf den Vogesenkuppen hergestellt, genießt dieser Weichkäse mit gewaschener Rinde seit 1969 eine Geschützte Ursprungsbezeichnung. Kräftig im Geruch, überraschend im Geschmack, ist er der authentischste Ausdruck des Vogesenterroirs.
Gertwiller, kleines Dorf am Vogesenpiedmont zwischen Obernai und Barr, wird weltweit als die Welthauptstadt des Lebkuchens anerkannt. Zwei außergewöhnliche Handwerkshäuser - Lips und Fortwenger - pflegen seit Generationen ein einzigartiges Handwerk und machen dieses Dorf mit einigen hundert Einwohnern zum weltweiten Epizentrum einer zeitlosen elsässischen Spezialität.
Das Elsass gehört zu den reichsten Regionen Europas an mittelalterlichen Burgen. Mehr als 60 Burgen säumen die Vogesenkämme und dominieren die Rheinebene von ihren Felsvorsprüngen aus. Vom majestätischen Haut-Koenigsbourg bis zum geheimnisvollen Fleckenstein erzählt jede eine faszinierende Seite der elsässischen Geschichte.
Die elsässische Biersuppe ist eines der authentischsten und unbekanntesten Winterrezepte der regionalen Küche. Cremig, leicht bitter, mit Kümmel parfümiert und durch einen Hauch Sahne abgemildert, wird sie mit gerösteten Lebkuchen-Croutons serviert - eine überraschende und unvergessliche Kombination.
Das Straßburger Münster Notre-Dame ist eines der faszinierendsten Denkmäler Europas. Über vier Jahrhunderte erbaut, mit seinem Turm, der lange die ganze Welt überragte, seiner erstaunlichen astronomischen Uhr und seiner wie eine Steinspitze gemeißelten Fassade, verkörpert es besser als jedes andere Gebäude das Genie der rheinischen Gotik und die tiefe Seele des Elsass.
Der elsässische Dialekt ist weit mehr als eine Redeweise: Er ist das lebendige Zeugnis von tausend Jahren Geschichte zwischen Frankreich und Deutschland. Diese tief in der regionalen Identität verwurzelte germanische Sprache hat Kriege, Annexionen und Verbote überlebt - geschwächt, aber noch lebendig und stolz von denen beansprucht, die ihn noch sprechen.
Die Zwiebelsuppe mit Riesling ist die elsässische Version des großen französischen Klassikers. Lang karamellisierte Zwiebeln, eine mit Elsässer Riesling parfümierte Brühe und großzügig mit Munster überbackene Croutons - eine wärmende und raffinierte Suppe, die ein Volksgericht mit den besten elsässischen Terroir-Produkten neu erfindet.
Die geräucherte Palette mit Linsen ist eines der emblematischsten Wintergerichte der elsässischen Küche. Die lang geschmorte geräucherte Schweineschulter verbindet sich perfekt mit weichen, aromatisierten Linsen. Ein großzügiges, wirtschaftliches und zutiefst wärmendes Gericht, würdig der besten elsässischen Winstubs.
Das Mannele ist das unverwechselbare elsässische Hefegebäck des 6. Dezember. Dieses kleine goldene Männchen aus weichem, leicht gesüßtem Teig wird am Nikolaustag in allen elsässischen Bäckereien an Kinder verteilt. Hier ist das traditionelle Rezept zum Selbermachen, mit Backgeheimnissen und leckeren Varianten.
Die Schniederspaetzle sind eines der wärmsten Wohlfühlgerichte der elsässischen Küche. Diese frischen Hausnudeln - Verwandte der Spätzle - werden in Butter mit lang karamellisierten Zwiebeln gebraten. Ein einfaches, großzügiges und tief in der Tradition der elsässischen Winstubs verwurzeltes Gericht.
Der geschmolzene Munster mit Kümmel ist die einfachste und wirkungsvollste elsässische Warmvorspeise. In weniger als 15 Minuten verwandelt sich dieser emblematische elsässische Käse in ein schmelzendes, kümmelduftiges Gericht, unwiderstehlich mit geröstetem Landbrot und einem Glas Gewurztraminer.
Die Matelote vom Rhein ist einer der großen unbekannten Klassiker der elsässischen Küche. Dieser Eintopf aus Süßwasserfischen - Karpfen, Hecht, Barsch, Aal - im Riesling mit Schalotten, Champignons und Sahne geschmort, ist ein Rezept des rheinischen Flusserbes von seltener Eleganz und Großzügigkeit.
Der Zwetschgenstreusel ist das emblematische Dessert des elsässischen Herbstes. Ein weicher Hefeteig, schmelzende leicht säuerliche Zwetschgen und ein goldener knuspriger Streusel - drei einfache Schichten, die einen der schmackhaftesten Kuchen der elsässischen Konditorei ergeben.
Die Knepfle sind die elsässischen Hausnudeln par excellence - kleine unregelmäßige Klößchen, innen weich und in Nussbutter goldbraun gebraten. Einfach zuzubereiten, großzügig im Geschmack, verkörpern sie das elsässische Comfort Food in seiner authentischsten und wärmsten Form.
Die Bredele sind die elsässischen Weihnachtsplätzchen schlechthin. Jedes Jahr, sobald der erste Adventssonntag naht, erfüllen sich die Küchen des Elsass mit dem Duft von Zimt, Anis und Vanille. Eine köstliche Familientradition, die es zu bewahren und weiterzugeben gilt.
Das Elsass gehört zu den reichsten Regionen Europas an Weihnachtsmärkten. Von Straßburg bis Colmar, von Obernai bis Kaysersberg - jeder Markt hat seinen eigenen Charakter, seine Atmosphäre und seine Spezialitäten. Dieser Vergleichsführer hilft Ihnen bei der Wahl - und bei der Vorbereitung Ihres Besuchs.
Straßburg nennt sich stolz Weihnachtshauptstadt - und das zu Recht. Seit 1570 erhellt sein Weihnachtsmarkt, der Christkindelsmärik, jeden Dezember die Plätze der Stadt. Ein Rückblick auf mehr als vier Jahrhunderte einer Tradition, die Straßburg zu einem unverzichtbaren Reiseziel der Festzeit gemacht hat.
Am 6. Dezember feiert das Elsass den Nikolaustag mit besonderer Begeisterung. Fackelzüge, Mannele-Verteilung und Lebkuchen, lebhafte Märkte - ein volkstümliches Familienfest, das den wahren Beginn der Weihnachtszeit im Elsass markiert.
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